Anti-Social-Network „Plag“ nun auch für Desktop

Anti-Social-Network „Plag“ nun auch für Desktop

Erst als App, nun auch für den Desktop: Das Anti-Social-Network „Plag“ will wachsen. 

Die Idee hinter der App, die Ende 2014 auf den Markt kam, ist einfach: Nachrichten, Fotos, Videos, Links, Umfragen verbreiten sich viral. Das Konzept dafür wurde der Medizin entnommen.

Das 'Plag'-Prinzip
Eine Gruppe von Menschen sitzt in der U-Bahn. Ein an Grippe erkrankter Pendler niest und die Viren werden von den anderen Passagieren der U-Bahn eingeatmet. Werden diese von dem Virus infiziert, stecken sie vermutlich andere an. Sind die Abwehrkräfte stark genug, hat der Virus aber keine Chance.

Das Prinzip ist so alt wie die Menschheit. Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert seit Jahrhunderten auf diese Weise. Nur ist die Welt heute ein Dorf und das hat das Start-Up Deep Sea Marketing erkannt.

Plag nun auch im Webbrowser am Desktop-PC

Eineinhalb Jahre nach dem Start der App hat das Team hinter dem Anti-Social-Network, das ohne Algorithmus und Werbung auskommt, nun die Desktop-Version ausgebaut. Konnte man bisher die Plag-Karten mit den Inhalten der Nutzer nur in einem Browser aufrufen, bietet die Desktop-Version nun die volle Funktionalität von Plag.

„Jetzt ist es möglich, Plag Karten auf deinem Computer zu erstellen. Du hast alles direkt vor dir: Du siehst das große Bild unmittelbar nach dem Hochladen, du kannst Links hinzufügen und ihre Beschreibung direkt auf deinem Desktop ändern. Die große Schrift bringt Klarheit und sieht außerdem gut aus“,

heißt es im aktuellen Newsletter. Zudem kann man sich nun auch bei Plag über die Webseite registrieren und so in die Welt der viralen Verbreitung abtauchen.

screenshot-google-play-plague-the-network

Wenn man plag.com aufruft, wird man allerdings als User erst einmal mit einer Botschaft konfrontiert, die schnell nach Verschwörungstheorie klingt. Ein Auszug:

„Deine Meinung ist nichts wert… Informationsströme werden von Gatekeepern gesteuert: von Medien, Unternehmen, Regierungen … Ein winziger Teil der Weltbevölkerung entscheidet, was wir sehen und was nicht … Die Mehrheit bleibt ohne Stimme. Ohne das Recht, gehört zu werden…

Soziale Netzwerke schienen die Lösung zu sein, aber sie versagten … Sie wurden entwickelt, um Informationen mit Freunden zu teilen, aber Informationen haben keine Freunde … Was wäre, wenn es einen besseren Weg gäbe? Was, wenn etwas uns alle auf dieselbe Ebene brächte? … Etwas, das so einfach ist, dass jeder es benutzen kann? … Etwas, das uns unsere Stimmen zurückgibt. …

Die Antwort ist ein Ort, an dem es keine andere Macht außer uns gibt … Plag richtet den Fokus wieder auf die Informationen selbst, und das ändert alles … Man kann nicht manipulieren, wie Informationen sich auf Plag verbreiten. Man kann keine Aufmerksamkeit kaufen. Du brauchst keine Freunde oder Follower, um gehört zu werden. Die ganze Welt ist dein Publikum – von Anfang an.“

Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen. Plag wird deshalb Anti-Social-Network genannt, weil es Informationen anders verbreitet als Facebook, Twitter, Snapchat oder Google+. Ein Nutzer erstellt eine Karte. Diese Karte wird drei bis fünf anderen Nutzern angezeigt. Ist sie interessant, wischen sie diese nach oben und sie wird pro Wisch nach oben drei bis fünf weiteren Nutzern angezeigt. Wischt ein Nutzer sie nach unten, wird die Verbreitung gestoppt. Das meinen die Macher von Plag mit:

„Man kann nicht manipulieren, wie Informationen sich auf Plag verbreiten. Man kann keine Aufmerksamkeit kaufen. Du brauchst keine Freunde oder Follower, um gehört zu werden. Die ganze Welt ist dein Publikum – von Anfang an.“

Es kommt also nur auf den Inhalt selbst an.